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Die SP kämpft für eine Politik für die ganze Bevölkerung statt für ein paar wenige Privilegierte. Wir sagen Ja zu einer Schweiz des Miteinanders statt des Gegeneinanders. Was das für Chur heisst und welche Ziele, Forderungen und Visionen wir in der Churer Politik verfolgen, finden Sie im Parteiprogramm der SP-Chur oder hier kurz zusammengefasst:

SOLIDE FINANZEN UND MEHR GERECHTIGKEIT FÜR CHUR

Churs Finanzen sind in den letzten Jahren in Schieflage geraten. Der Grund dafür ist, dass die Steuereinnahmen von Unternehmungen eingebrochen sind, während die von der Stadt zu finanzierenden Aufgaben zugenommen haben. Dadurch ist ein Ungleichgewicht zwischen Einnahmen und Ausgaben entstanden. Hauptursache für dieses Ungleichgewicht war die kantonale Steuerpolitik, die durch eine massive Senkung der Unternehmens- und Vermögenssteuern sowie gewissen Anpassungen bei der Besteuerung von Familien der Stadt viel Steuersubstrat entzogen hat. Gleichzeitig verliessen ein paar Briefkastenfirmen Chur wegen Änderungen des Steuerrechts in europäischen Staaten im Zuge der Finanzkrise. Zusätzlich hat der Kanton in den letzten Jahren die Tendenz verschärft, soziale Aufgaben an die Gemeinden zu delegieren. So musste die Stadt neben ihren ohnehin hohen Zentrumslasten im Sozialbereich zusätzlich und ohne kantonale Unterstützung ihre Jugendarbeit aufbauen, das Polizeikorps ausbauen, die Schulsozialarbeit aufbauen und erhebliche Neulasten bei der Pflegefinanzierung tragen. Dieses Abschieben von Aufgaben vom Kanton auf die Gemeinden sowie der zeitgleiche Entzug von Steuersubstrat sind hauptverantwortlich für das strukturelle Defizit in der laufenden Rechnung der Stadt Chur. Die SP hat diese ungerechte und unwirtschaftliche Steuerpolitik des Kantons immer bekämpft, scheiterte aber an der bürgerlichen Mehrheit.
BEZAHLBARES WOHNEN FÜR ALLE IN CHUR

Um bezahlbaren Wohnraum für alle zur Verfügung zu stellen, stehen der Politik zwei Hauptinstrumente zur Verfügung. Man kann den Wohnungsmarkt regulieren oder möglichst viel Wohnraum dem Markt und damit der Spekulation entziehen, indem man möglichst viel Wohnraum nicht renditeorientiert, sondern nach dem Prinzip der Kostenmiete bewirtschaftet. Für die SP Chur ist letzteres grundsätzlich die effizientere und bevorzugte Möglichkeit, wobei gewisse Regeln für den Wohnungsmarkt ebenfalls unumgänglich sind. Die SP Chur setzt sich in diesem Sinne für eine moderne Wohnbaupolitik ein, die den Menschen und nicht der Rendite verpflichtet ist.
CHUR ALS FAMILIEN- UND BILDUNGSSTADT

Familien sind das Fundament unserer Gesellschaft. Die SP Chur setzt sich darum engagiert für Lebensbedingungen ein, die Familien in ihrer wichtigen Aufgabe unterstützen. Dazu gehören die frühe Förderung, die Elternberatung, eine bedarfsgerechte familienergänzende Betreuung, eine zeitgemässe, kinder- und familiengerechte Volksschule (Kindergarten, Primarstufe, Oberstufe) und eine gute soziale Durchmischung der Quartiere. Um die Lebenschancen aller jungen Menschen zu verbessern und unsere Gesellschaft und Volkswirtschaft zu stärken, braucht es zudem ein breites, qualitativ hochstehendes und kostenloses Ausbildungsangebot nach der Volksschule. Auch dafür setzt sich die SP Chur mit aller Kraft ein.
DAS SOZIALE CHUR

„Wir lassen niemanden links liegen“, mit diesem Motto ist die SP Chur im Jahr 2008 in den Wahlkampf gezogen. Es gilt noch. Damit machen wir deutlich, dass es Ziel sozialdemokratischer Politik ist, den sozialen Zusammenhalt und die Teilhabe aller in unserer Stadt zu verbessern. Dazu gehört neben den bereits erläuterten Schwerpunkten unserer Politik in den Bereichen Finanzen, Arbeit, Wirtschaft, Familien und Bildung auch eine solidarische Alters-, Gesundheits- und Sozialpolitik sowie effektive Massnahmen zur Integration von Menschen mit Migrationshintergrund.

MENSCHEN- UND UMWELTFREUNDLICHER VERKEHR IN CHUR

Die SP Chur setzt sich für eine nachhaltige, sichere und den Bedürfnissen der Menschen und der Umwelt entsprechende Verkehrspolitik ein. Lösungen im Verkehrsbereich müssen deshalb zu weniger motorisiertem Individualverkehr in und um Chur führen. Sie müssen Lärm und Luftverschmutzung reduzieren, zum Schutz und Erhalt des öffentlichen Raums beitragen und möglichst umweltverträglich sein. Darum strebt die SP vordringlich die Förderung des öffentlichen Verkehrs sowie des Langsamverkehrs durch die Ergänzung des Busnetzes und die gezielte Förderung von Velo- und Fusswegverbindungen an. Zudem engagiert sich die SP für eine hohe Verkehrssicherheit – insbesondere für sichere Schulwege – sowie für den Schutz der Wohnquartiere vor Lärm und Abgasen. Gerade auch als Energiestadt muss sich Chur viel stärker für Fussgängerinnen und Fussgänger, Velo, Postauto, Stadtbus und Bahn einsetzen – ansonsten können die Energie- und Klimapolitischen Ziele nicht erreicht werden.
CHUR ALS GRÜNE STADT

Die SP Graubünden und die SP Chur waren schon immer auch eine stark ökologisch ausgerichtete Partei. Lange bevor es die Grünen oder die Grünliberalen gab, setzte sich die SP Chur für umweltfreundlichen Verkehr, für Naturschutz und für die Energiewende ein. Dieses ökologische Engagement will die SP auch in Zukunft ins Zentrum ihrer Arbeit stellen. Chur soll nicht nur eine soziale Stadt sein, Chur muss auch eine grüne Stadt sein. Dazu gehört neben einer nachhaltigen Verkehrspolitik auch das Engagement für die Energiewende, für eine intakte Natur sowie für attraktive innerstädtische Grünflächen.
ÖFFENTLICHER RAUM UND ÖFFENTLICHE SICHERHEIT IN CHUR

Der „Gänggalimarkt“ auf dem Arcas, „Parklive!“ im Stadtgarten, das Eisfeld auf der Quaderwiese und die verschiedenen „Flaniergassen“ der Churer Altstadt – die Stadt Chur ist geprägt von ihren charmanten öffentlichen Plätzen, Strassen und Parks, die nicht nur ihr Erscheinungsbild, sondern auch das Zusammenleben in unserer Stadt entscheidend prägen. Im öffentlichen Raum spielt sich das Leben ab. Dies gilt sowohl in den erwähnten Räumen im Zentrum als auch in allen Wohnquartieren. Ziel guter Stadtpolitik muss es darum sein, dass sich alle Einwohnerinnen und Einwohner im öffentlichen Raum wohl und sicher fühlen. In Chur trifft das meistens zu.

Natürlich kommt es aber immer wieder zu Problemen und zu Konflikten zwischen den Bedürfnissen verschiedener Bevölkerungsgruppen. Vorwiegend entstehen diese aus den begrenzten Platzverhältnissen und einem Mangel an nicht kommerziellen, öffentlichen Freiräumen oder durch die Angrenzung oder Überlappung von Wohnzonen und öffentlichem Raum. So halten sich beispielsweise viele Jugendliche nach eigenen Angaben auf dem Bahnhofplatz auf, weil eine geeignete Alternative fehlt. Und die Ruhebedürfnisse von Anwohnerinnen und Anwohnern führen in der Altstadt und im Welschdörfli regelmässig zu Konflikten mit Nachtschwärmerinnen und Nachtschwärmern.
MEHR SPORT FÜR CHUR

Für die SP ist Sport ein wichtiger Bestandteil unserer Gesellschaft, sowohl in Bezug auf die Gesundheit wie auch als sinnvolle Freizeitbeschäftigung. Sport macht Freude und fördert den kameradschaftlichen Zusammenhalt, den Teamgeist. Die Sportvereine leisten dabei einen sehr konkreten Beitrag zur Integration und zum Miteinander verschiedenster Bevölkerungskreise, gerade Kinder und Jugendliche können sich in ihnen entfalten. Es muss darum im Interesse der Stadt liegen, sich im Bereich Breitensport und Bewegung vermehrt zu engagieren. Das Sportangebot wird nicht einfach „automatisch“ vom freien Markt zur Verfügung gestellt.
CHUR ALS KULTURSTADT

Chur – insbesondere auch als Hauptstadt eines vielsprachigen Kantons – ist eine Kulturstadt und die SP Chur eine Kulturpartei. Ihr Sensorium ist geschärft für die Funktionen einer Kultur, die erfreut, lehrt, berückt, die Debatten aufnimmt, aber auch auslöst. Eine wirksame Kulturpolitik nimmt Rücksicht auf die Bedürfnisse und die vielfältigen Interessen des Publikums, sie kennt und fördert professionelles Kulturschaffen ebenso wie eine lebendige Laienkultur. Mehr Berücksichtigung muss die Jugendkultur finden, sie gestaltet das Selbstverständnis einer ganzen Generation. Um ein umfassendes Kulturleben in der Stadt zu garantieren, das die Lebensqualität der Churerinnen und Churer entscheidend mitprägt, ist ein verstärktes Engagement des Gemeinwesens hier unabdingbar. Marktglauben und Kleingeist führen nämlich schnell zu einer Verkümmerung der städtischen Kultur.
GUTE ARBEIT UND STARKE WIRTSCHAFT FÜR CHUR

Durch den Strukturwandel und zum Teil durch den Mangel an verfügbarem Boden hat die Stadt Chur in den letzten Jahren und Jahrzehnten viele Arbeitsplätze aus der Industrie, den Bundesbetrieben (SBB, Post, Armee) und aus dem produzierenden Gewerbe verloren. Gleichzeitig hat Chur als Kantonshauptstadt und als Dienstleistungs- und Verwaltungszentrum des Bündner Rheintales mit seinem Einzugsgebiet von rund 100‘000 Einwohnerinnen und Einwohnern vor allem im Dienstleistungsbereich (Bildungsinstitutionen, Gesundheits- und Sozialwesen, Verwaltung, Finanzdienstleistungen, Kreativwirtschaft etc.) sehr viele neue und attraktive Arbeitsplätze gewonnen. Besonders positiv zu verzeichnen ist zudem das Wachstum der Übernachtungszahlen und der Tourismusbranche in der Alpenstadt.